

(lop) Hamburg, Limburg, Heilbronn – danach Spanien und Fankreich, Österreich, Schweiz: Volvo Bus hat eine neue Strategie eingeschlagen und kommt mit seinen Bussen derzeit zu den Kunden in deren Regionen. Diese neue Initiative macht Sinn, denn der schwedische Busbauer hat Einiges zu vermitteln und will damit seine Marktpräsenz auch in Deutschland konsequent ausbauen. Zentrale Botschaft: Volvo Bus befindet sich unbeirrt auf dem Weg zur Elektro-Mobilität und will davon nicht nur die großen Verkehrsbetriebe, sondern auch mittelständische Busunternehmen überzeugen, die Linienverkehre betreiben.
Facelift Reisebusse ...
Im Mittelpunkt der Roadshow stehen deshalb, wie dieser Tage in Limburg a.d. Lahn bei der Volvo-Vertretung Thomas Nutzfahrzeuge, die neuen Hybridbusse. Allen voran der erstmals in Deutschland präsentierte Hybrid-Gelenkbus, der vor kurzem auf dem UITP-Weltkongress in Genf seine Premiere hatte. Doch auch die Reisebusse sind bei dieser Tour mit dabei, natürlich mit neuer Euro 6-Motorisierung: In verschiedenen Ausstattungen und mit einem Facelifting im Bereich der Frontscheinwerfer und des Grills versehen, sind der Volvo 9900, der 9700 und der 9500 vorgefahren - allesamt in gedeckten Grün-Tönen lackiert, um die Assoziation zur Umweltfreundlichkeit der neuen Motoren herzustellen. „Das neue Gesicht der Volvo Reisebusse soll die technischen Neuerungen auch visuell abrunden“, so Thomas Hartmann (Foto), Geschäftsführer Volvo Bus Deutschland.
... und Batterie-Kontrakt
Sein Fokus bei dieser Roadshow lag allerdings klar bei den Hybridbussen, wo gerade im Bereich der mittelständischen Privatunternehmen noch mehr Überzeugungsarbeit geleistet werden muss als bei den Verkehrsbetrieben, die vielerorts schon von den Vorteilen dieser Technologie überzeugt sind. Im Mittelpunkt der Gespräche: Die Frage der Finanzierbarkeit und die (noch) teure Batterie-Technologie.
Für beides bietet Hartmann eine Lösung an: „Das Preisniveau für Batterien wird sich umgekehrt zur Dieselpreisentwicklung bewegen und die Dynamik des Paradigmenwechsels noch beschleunigen“, ist Hartmann überzeugt. Bis dahin entkoppelt Volvo-Bus die Kosten für die Batterie von den reinen Bus-Anschaffungskosten. „Der Busunternehmer kauft den Hybridbus ohne Batterie. Diese wird über einen separaten Vertrag mit einer geringen monatlichen Rate abgwickelt. Dabei übernehmen wir als Volvo das Risiko komplett und garantieren dem Betreiber über die Zeit der Vertragsdauer eine stets funktionierende Batterie.“