Es gibt keinen Grund, gebuchte Reisen nach Sachsen oder Sachsen-Anhalt wegen des Hochwassers im Juni zu stornieren. Das ist die Botschaft des heutigen TrendFORUMS beim RDA Workshop in Köln. Die Informationsveranstaltung wurde kurzfristig ins Programm genommen, um über die aktuelle Situation aufzuklären.
Hans-Jürgen Goller, Geschäftsführer der Tourismus Marketing Sachsen GmbH, gab grünes Licht für Sachsen: „Ja, alle Ziele sind besuchbar“, sagte er in Köln. „Zwischen der Jahrhundert-Flut 2002 und dem Hochwasser im Juni gebe es einen himmelweiten Unterschied. Damals war wirklich auf großen Flächen Land unter. Diesmal gab es wenige Bereiche entlang der Elbe und den Schwerpunkt an der Mulde in Grimma.“ Weiter sagte er: „In ganz Sachsen waren fünf Hotels betroffen, die nach Beseitigung der Schäden bald wieder öffnen werden“.
Für die Stadt Dresden berichtete Dr. Bettina Bunge, dass aufgrund des Flutschutzes in Dresden selbst kein Hochwasser zu finden war. Dennoch habe es Stornierungen gegeben. „Im Mai hatten wir noch ein Besucherplus von 15 Prozent; nach den Ausfällen im Juni sind wir immerhin noch 6 Prozent im Plus. Der Sommer ist die Hauptsaison in Dresden – mit rund 400.000 Übernachtungen pro Monat.“ Als spontane Reaktion auf die dramatische Flut-Berichterstattung im Fernsehen hat die Stadt Dresden eine Plakataktion „Dresden Open Air“ gestartet.
Mit einem Sonderetat des Freistaates Sachsen wird eine bundesweite Info-Kampagne finanziert. Sie stellt die vielen Reiseanlässe in den Vordergrund, die zu einem Besuch in Sachsen einladen. „Wir werben nicht um Mitleidstouristen“, sagt Hans-Jürgen Goller selbstbewusst.