
Nach einem massiven Strukturwandel gibt es derzeit noch rund 10.000 Reisebüros. Mit dem Direktvertrieb von Eigenveranstaltungen sind höhere Erlöse erzielbar als mit der Vermittlung klassischer Pauschalreisen. Diese Aussage belegte der em. Prof. Dr. Peter Voigt, Dozent für Tourismusmanagement an der Hochschule München, bei seinem Vortrag anlässlich des Reisebüro-Tages beim RDA-Workshop in Köln.
„Gruppenreisen zu organisieren ist gar nicht schwer“, sagte Prof. Voigt vor einer großen Zahl von Besuchern des RDA-Workshops. Sorgen bereiteten häufig die Ausstellung eines Sicherungsscheins und das Erreichen von Mindestteilnehmerzahlen. „Beides ist kein Problem“, ermunterte der Referent die Besucher zu mehr Mut. Nur sollte man bei der Planung beide Bereiche gleich in den Angebotspreis einkalkulieren. „Den Sicherungsschein bekommen Sie unter Garantie“, sagte Voigt. „Wenn Sie Ihre Gruppenreise für vier Personen planen, kommt sie auf jeden Fall zustande. Haben Sie dann zehn oder mehr Teilnehmer, verdienen Sie richtig“.
Prof. Voigt rät den Reisebüros bei der Planung von eigenen Gruppenreisen zur Konzentration auf ein spezielles Zielgebiet oder alternativ auf Zielgruppen nach Alter, Beruf, Sport oder Hobby.