

âWer eine Maut fĂŒr Busse fordert, der muss wissen, dass er damit den Markt zerstören wird,â sagte bdo-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Christiane Leonard (Foto) gestern in Berlin.
Die FahrgĂ€ste nutzten das Angebot und wĂŒrden nicht verstehen, wenn die Politik mit einer Maut den Markt austrocknen wĂŒrde. âDie Verbraucher dĂŒrfen nicht getĂ€uscht werden,â betonte Leonhard.
Der Kompromiss zur Liberalisierung des Fernbusmarktes im Bundestag beinhaltete einen bewussten Verzicht auf die Busmaut. Dieser wurde von CDU, CSU, SPD, FDP und GrĂŒnen beschlossen. In Folge der Bodewig-Kommission beschlossen zudem alle Verkehrsminister auf ihrer Konferenz Ende 2013, auf eine Busmaut zu verzichten. âDie Politik muss bei ihrer Position bleiben. Sie steht bei jedem einzelnen Fernbuskunden im Wort. Die Verbraucher mĂŒssen der Politik trauen könnenâ, sagte Leonard.
âDer Vertrauensvorschuss darf jetzt nicht einseitig von der Politik im zweiten Jahr aufgekĂŒndigt werdenâ, sagte Leonard. Die MittelstĂ€ndler haben einen hohen dreistelligen Millionen-Betrag in neue Busse investiert, um an dem jungen Markt teilzunehmen. âSie haben das ohne jegliche staatliche UnterstĂŒtzung getan, im Vertrauen auf die Bedingungen, zu denen der Markt liberalisiert wurde.â
Leonard weiter: âDie MittelstĂ€ndler können die Maut nicht weitergeben.â Deshalb sei eine Busmaut mittelstandsfeindlich. âDer Bus als Ă€uĂerst klimafreundliches Fahrzeug wĂŒrde dann auf der Strecke bleiben.
Da die meisten MittelstĂ€ndler auch im ĂPNV und der Touristik unterwegs sind, hĂ€tte eine Maut auch direkte und schĂ€digende Auswirkungen auf diese Bereiche, die die Unternehmer eigenwirtschaftlich erbringenâ, sagte Leonard.
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