„Nicht im Schweinsgalopp“
 

ESSER BEIM BTW:

„Nicht im Schweinsgalopp“

Donnerstag, 25.05.2023

Der diesjĂ€hrige 24. BTW Tourismusgipfel im Hotel Adlon in Berlin trug die Überschrift „Zeitenwende in der Tourismuswirtschaft“ und fokussierte sich auf Klimaschutz, nachhaltiges Reisen, FachkrĂ€ftemangel und Digitalisierung. RDA PrĂ€sident Benedikt Esser forderte mit Blick auf die fehlende europaweite Ladeinfrastruktur fĂŒr Reisebusse und die hohen Investitionsrisiken bei einer möglichen Flottenumstellung auf E-Reisebusse mehr Realismus von der Politik. (Auf unserem Foto bei der Podiumsdiskussion mit Stefan Schmidt MdB, tourismuspolitischer Sprecher der GrĂŒnen. © Svea Pietschmann/BTW).

„Klimaschutz im Schweinsgalopp wird in der mittelstĂ€ndischen Wirtschaft nicht funktionieren. Sollte es in diesem Tempo weitergehen, mĂŒssen wir nicht nur zukĂŒnftig den Fahrer- und FachkrĂ€ftemangel bewĂ€ltigen, vielmehr wird es zu einem Unternehmermangel kommen, da kaum jemand die unkalkulierbaren Investitions- und Betriebsrisiken, die eine Flottenumstellung auf E-Reisebusse mit sich bringen wird, auf sich nehmen kann.

Deshalb brauchen wir mehr staatliche Förderung zur Erforschung, Entwicklung und industriellen Bereitstellung alternativer Kraftstoffe, mit denen wir unsere moderne Reisebusflotte von ĂŒber 12.000 Fahrzeugen zukĂŒnftig noch klimaschĂŒtzender betreiben können, als das ohnehin jetzt schon der Fall ist.“

Der RDA-PrĂ€sident kritisierte zudem die zunehmenden Aussperrungen von Reisebussen aus europĂ€ischen Metropolen und nannte beispielhaft Amsterdam, Paris und Barcelona: „Wer Klimaschutz auf der Straße ernst nimmt und Treibhausgase bei touristischen An- und Abreiseverkehren einsparen möchte, der muss dem Reisebus als KlimaschĂŒtzer Nr. 1 auf der Straße weiterhin freien Zugang in die europĂ€ischen StĂ€dte gewĂ€hren. Alles andere schadet dem Klima“, so Esser abschließend.

BTW-PrĂ€sident Sören Hartmann appellierte an die Tourismuswirtschaft, nachhaltiger und digitaler zu werden. Jedoch dĂŒrfe die Politik die Branche mit diesem Transformationsprozess nicht ĂŒberfordern, so Hartmann.

Dr. Robert Habeck, Bundesminister fĂŒr Wirtschaft und Klimaschutz, hob die hohe gesellschaftliche Akzeptanz des Reisens hervor, verwies aber auch auf ökologische Herausforderungen, die von der Branche partnerschaftlich mit der Politik gemeistert werden mĂŒssten.

Der Bundesminister fĂŒr Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, kritisierte die langsame VISA-Vergabe in den deutschen konsularischen Abteilungen im Ausland, die die Einwanderung von FachkrĂ€ften verlangsamen und erschweren wĂŒrde. Die Einwanderung solle in den Arbeitsmarkt und nicht in den Sozialstaat erfolgen, so Heil.



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