Busreisen anmelden – ein “Schildbürgerstreich“
 

BÜROKRATIE

Busreisen anmelden – ein “Schildbürgerstreich“

Dienstag, 13.01.2015

(lop) Busreisen nach Deutschland müssen jetzt beim Zoll angemeldet werden, damit die Einhaltung des Mindestlohns kontrolliert werden kann.

“Die Politik macht uns Busunternehmern das Leben schwer“. Richard Eberhardt (Foto), Präsident des Internationalen Busverbands IBV und selbst praktizierender Busunternehmer aus Pforzheim, machte bei der Auftaktveranstaltung der Branche im neuen Jahr deutlich, wo auch 2015 “der Schuh drückt“: Bürokratie und kein Ende...

Beim “Tag des Bustourismus“ in der Autostadt in Wolfsburg sah Eberhardt die Busunternehmer
“vor große Herausfoderungen“ gestellt.

Zwar hätten die Verbände gemeinsam Einiges erreicht, spielte er auf die gerade noch im Bundesrat abgeblockte Bus-Maut an. Doch neben den bestehenden Themen wie Umweltzonen tauchten immer wieder neue Hürden auf. “Jüngster Schildbürgerstreich aus dem Hause der Arbeitsministerin Nahles ist die Anmeldepflicht von Busreisen nach Deutschland beim deutschen Zoll“, ärgerte sich Eberhardt.

Hintergrund: Um den neu eingeführten Mindestlohn auch bei Busfahrern überhaupt kontrollieren zu können, müssen seit 1. Januar 2015 alle Fahrten nach/durch Deutschland beim Deutschen Zoll angemeldet werden. Künftig “ein halbes Jahr voraus“, wie Eberhardt berichtete. Seine Befürchtung: “Wenn die anderen Länder hier nachziehen, dürfen wir bald für Busreisen in 27 EU-Länder jeweils unterschiedliche Anmeldeformulare ausfüllen...“Entschieden wandte sich Eberhardt gegen diese neue bürokratische Hürde, die spontane Busreisen zu Events wie Weihnachtsmärkten, Shows oder Gartenschauen unverhältnismäßig verkomplizierten.

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