

Das Bundeskabinett hat heute (28.01.2026) die neue Tourismusstrategie der Bundesregierung verabschiedet. Der Bundesverband der Deutschen Tourismuswirtschaft (BTW) begrüßt „den klaren wirtschaftspolitischen Fokus der Strategie“ und sieht zentrale Forderungen der Tourismusbranche aufgegriffen. Themen zur Stärkung des Tourismusstandorts und der Branche als Arbeitgeber fänden sich im Maßnahmenpaket wieder.
BTW-Präsident Sören Hartmann bewertet zudem die ausdrückliche Wertschätzung der Bundesregierung für die Bedeutung des Tourismus als Wirtschafts- und Beschäftigungsfaktor positiv. Zu den aus Sicht des BTW relevanten Punkten zählen die geplante Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Bürokratieabbau, beschleunigte Visaverfahren sowie Maßnahmen zur Stärkung des Mobilitätsstandorts Deutschland. Auch das Bekenntnis zur Pauschalreise und das Ziel, die EU-Pauschalreiserichtlinie bei der nationalen Umsetzung nicht weiter zu verschärfen, hebt der Verband hervor.
Der BTW verweist insbesondere auf die Entlastungswirkung eines konsequenten Bürokratieabbaus für kleine und mittelständische Betriebe: „Bürokratieabbau ist überfällig. Gerade die vielen kleinen Betriebe ersticken in der Zettelwirtschaft. Bürokratie tatsächlich konsequent zu reduzieren, wäre ein echter Entlastungsboost für die Betriebe in allen Segmenten der Tourismusbranche.“
Die Umstellung von einer täglichen auf eine wöchentliche Höchstarbeitszeit könne betriebliche Abläufe und den Wunsch von Beschäftigten nach mehr Flexibilität besser berücksichtigen. Beim Thema Visa setzt der Verband auf vollständig digitale Verfahren und eine maximale Bearbeitungsdauer von acht Wochen.
Positiv bewertet der BTW zudem die angekündigten Investitionen in Straßen- und Schieneninfrastruktur, die Entlastung des Luftverkehrs sowie die Verbesserung der Konnektivität. Moderne und intermodale Mobilitätsangebote seien eine Grundvoraussetzung für touristische und geschäftliche Reisen.
Laut BTW wurden zahlreiche der nun gebündelten Maßnahmen bereits in einem Positionspapier des Verbands formuliert und in den von Tourismuskoordinator Dr. Christoph Ploß gesteuerten Strategieprozess eingebracht. Dass diese Themen in zentrale Handlungsfelder der Strategie aufgenommen wurden, wertet der Verband als Bestätigung seiner inhaltlichen Schwerpunkte.
Hartmann betonte, dass nicht alle politischen Vorhaben neu seien, diese knüpften an den Koalitionsvertrag an. Der BTW sieht es als konsequent an, dass die Bundesregierung tourismusrelevante Maßnahmen ressortübergreifend bündelt. Bereits umgesetzte Schritte wie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie und erste Entlastungen für den Luftverkehr wertet der Verband als Zeichen politischer Verlässlichkeit. Darüber hinaus enthalte die Strategie auch neue Akzente, etwa bei den geplanten Visaverfahren.
Die Tourismusstrategie ist als ressortübergreifendes Arbeitspapier angelegt. Aus Sicht des BTW kommt es nun auf eine zügige und konsequente Umsetzung der angekündigten Maßnahmen an. „Nur so kann die Tourismuswirtschaft ihr volles Potential als Wachstumsmotor und starker Wirtschaftsfaktor für den Standort Deutschland entfalten“, machte der BTW-Präsident deutlich.
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