

Der Bushersteller MCV stellt auf der Bus2Bus am 15. und 16. April in Berlin zwei alternativ angetriebene Linienbusse in Halle 27 (Stand 101/102) vor und richtet den Fokus dabei insbesondere auf den Überlandverkehr. Wie das Unternehmen mitteilt, soll vor allem der neue wasserstoffelektrische C127 Fuel Cell Low Entry neue Einsatzmöglichkeiten auf längeren Strecken eröffnen.
Unter dem Motto „Innovation In Motion“ geht der ägyptische Bushersteller MCV den nächsten Schritt beim Ausbau seines Produktportfolios und präsentiert mit dem C127 Fuel Cell Low Entry erstmals einen Brennstoffzellenbus. Damit werde der Überland-Linienverkehr neu gedacht, heißt es.
Das Fahrzeug kombiniere die Vorteile eines Low-Entry-Busses mit einem wasserstoffelektrischen Antrieb, der so bislang nicht im Markt verfügbar sei, teilt der Hersteller mit. Ein Elektromotor sorgt für ruhiges Fahrverhalten und ausreichend Leistung auch im Überlandbetrieb.
Für große Reichweiten ist der Bus mit einer Batterie von 117 kWh, einer Brennstoffzelle mit 100 kW Leistung sowie rund 40 Kilogramm Wasserstoff ausgestattet. Dadurch würden große Reichweiten und flexible Einsatzzeiten ermöglicht.
Das Fahrzeug ist klar auf den Überlandlinienverkehr ausgelegt. Es bietet bis zu 43 Sitzplätze und 36 Stehplätze, bei Nutzung eines Rollstuhlplatzes reduziert sich die Stehplatzkapazität auf 32. Auch bei den Reifen bleibt das Fahrzeug flexibel: Es können Varianten in 275/70 R22,5 oder 295/80 R22,5 genutzt werden – inklusive voller Schneekettentauglichkeit.
Der Brennstoffzellenmodell eigne sich besonders für Regionen, in denen Ladeinfrastruktur schwer umzusetzen sei oder lange Einsatzzeiten mit kurzen Standzeiten erforderlich seien, so MVC.
Als Mitaussteller präsentiert sich zudem das niederländische Unternehmen Resato Hydrogen Technology am Stand von MCV. Resato verfüge über umfangreiche Erfahrung im Aufbau von Wasserstofftankstellen für den öffentlichen Nahverkehr. Als Beispiel wird eine Anlage in Güstrow genannt, an der eine Flotte von 52 Bussen betankt werde. Auf Basis dieser Projekterfahrung biete Resato skalierbare Lösungen für Busflotten an. Mit über 30 Jahren Erfahrung in Hochdrucktechnologie bietet das Unternehmen Betankungssysteme für Busse, Lkw und Pkw bei 350 und 700 bar an. Europaweit seien bereits über 70 öffentliche und private Wasserstofftankstellen in Europa realisiert worden.
Neben dem Wasserstoffbus zeigt MCV mit dem C127 EV zudem erstmals eine umfassend überarbeitete Version seines vollelektrischen Linienbusses. Das vollelektrische Modell übernimmt unter anderem den Fahrerarbeitsplatz sowie den Motor des C127 Fuel Cell Low Entry.
Eine wesentliche Neuerung betrifft die Batterietechnologie: Zum Einsatz kommen modulare LFP-Batterien von CATL mit einer Gesamtkapazität von 497 kWh aus zwölf Packs. Geladen wird über einen CCS-2-Stecker mit bis zu 150 kW.
Auch das Bordnetz wurde überarbeitet. Neben einer elektronischen Handbremse kommt eine 24-Volt-Servolenkung zum Einsatz. Für die Klimatisierung sorgt eine Wärmepumpe mit CO? als Kältemittel.
Im Innenraum setzt MCV auf das sogenannte „Easy-Bus-Konzept“. Gelbe Leitlinien erleichtern die Orientierung für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste. Speziell angeordnete Sitze im vorderen Bereich erleichtern das Aufstehen, während zusätzliche Plätze das Abstellen von Rollatoren ermöglichen.
Für mehr Barrierefreiheit sorgen ausklappbare Rampen an beiden Türen, die den Einstieg mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen ermöglichen. Die vordere Rampe ermöglicht zudem den Einstieg beim Fahrer. Ergänzt wird das Konzept durch breite Gänge und taktile Haltestangen.
Bildunterschrift:
Der neue Brennstoffzellenbus C127 Fuel Cell Low Entry des Herstellers MCV für den Überlandverkehr.
Foto: MCV
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