Servicenetz wächst, E-Reisebus geht auf Testfahrt
 

30 JAHRE OMNIPLUS

Servicenetz wächst, E-Reisebus geht auf Testfahrt

Freitag, 17.04.2026

Zum 30-jährigen Jubiläum seiner Servicemarke Omniplus hat Daimler Buses den weiteren Ausbau und die Modernisierung seines europäischen Servicenetzes angekündigt. Gleichzeitig erweitert das Unternehmen sein Angebot im Bereich Ladeinfrastruktur. Dafür soll in den kommenden Jahren bis zu 200 Millionen Euro in das europäische busspezifische Servicenetz investiert werden. Zudem kündigt Daimler Buses erste Testfahrten mit dem batterieelektrischen Reisebus „eCoach“ an.

Daimler Buses plant in den kommenden Jahren den weiteren Ausbau und die Modernisierung seines busspezifischen Servicenetzes in Europa. Mit mehr als 630 Standorten, darunter 36 eigene Service Center, verfügt Daimler Buses eigenen Angaben zufolge über das dichteste Netzwerk Europas. Dieses soll durch neue Service-Standorte sowie modernisierte Betriebe weiter gestärkt werden. Gleichzeitig erweitert der Hersteller sein Angebot insbesondere im Bereich Ladeinfrastruktur.

Als Begründung nennt Daimler Buses ein wachsendes Kundeninteresse am Aufbau und Betrieb von E-Infrastruktur aus einer Hand. Der Hersteller bietet entsprechende Leistungen bereits an und baut sein Angebot gezielt aus. Neu sind eine eigene Hotline sowie ein spezialisiertes Team für den Ladesäulen-Service – zunächst in Deutschland, in den kommenden Jahren auch in weiteren europäischen Ländern.

Die Hotline ist in acht Sprachen verfügbar und soll nach Unternehmensangaben rund 85 Prozent der Fälle per Fernzugriff lösen. Das ergänzende Service-Team arbeitet bundesweit und besteht aus geschulten Elektrofachkräften für Vor-Ort-Einsätze. Darüber hinaus errichtet Daimler Buses nach eigenen Angaben Ladesäulen direkt auf dem Betriebshof von Busunternehmen und wird damit zum Ladeparkbetreiber im Kundendepot – im Rahmen des sogenannten Charging-as-a-Service.

„Service macht den Unterschied! Busse verdienen nur dann Geld, wenn sie im Einsatz sind. Dafür brauchen unsere Kunden einen Partner, der sie von der Fahrzeugauswahl über die passende Infrastruktur bis zur schnellen und verlässlichen Wartung unterstützt. Für Ladesäulen gilt das Gleiche: Wenn sie ausfallen, steht der Betrieb. Daimler Buses wird deshalb zum Anbieter von Service-Ökosystemen, damit Unternehmen sich voll auf ihr Geschäft konzentrieren können. Genau hier unterscheiden wir uns zu anderen in unserem Marktumfeld“, so Till Oberwörder, CEO von Daimler Buses.

Ein weiteres Wachstumsfeld sieht Daimler Buses im Bereich digitale Services und Vernetzung. Bereits seit 2017 setzt das Unternehmen auf Konnektivität seiner Fahrzeuge. Europaweit sind inzwischen rund 50.000 Fahrzeuge vernetzt. Alle Neufahrzeuge werden mit der entsprechenden Technologie ausgestattet, sodass sie auf Kundenwunsch Daten senden und empfangen können.

Darüber hinaus führt Daimler Buses in diesem Jahr Over-the-Air-Updates ein und ist damit nach eigenen Angaben der erste Hersteller in Europa. Das bedeutet, Fahrzeuge können so ohne Werkstattaufenthalt Softwareupdates erhalten. Zudem bietet der Hersteller die Möglichkeit, Verschleißteile zu überwachen, Fahrzeuge zu orten oder Verbrauchsdaten im Rahmen von Flottenmanagementservices zu analysieren. Die Softwarearchitektur ist so ausgelegt, dass Fahrzeugzugriffe dokumentiert werden und kein Fremdsteuerzugriff möglich ist. Die Datenverarbeitung erfolgt nach europäischen Sicherheits- und Datenschutzstandards.

Neben dem Servicegeschäft treibt Daimler Buses auch die Elektrifizierung seines Produktportfolios voran. In Kürze soll der batterieelektrisch angetriebene Reisebus „eCoach“ auf Testfahrt gehen. Dabei handelt es sich um ein Versuchsfahrzeug, mit dem neue Technologien unter realen Bedingungen getestet und weiterentwickelt werden. Der „eCoach“ basiert auf dem konventionell angetriebenen Setra Modell 516 HD und ist Teil eines vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Projekts.

Der Hersteller bietet seit 2018 den E-Stadtbus Mercedes-Benz eCitaro an und bringt ab diesem Jahr den elektrisch angetriebenen Überlandbus Mercedes-Benz eIntouro auf den Markt. Der eIntouro eignet sich auch für kleinere Reisen, Shuttle-, Ausflugs- oder Schulbusverkehre. Dies sind nach Angaben des Unternehmens aktuell sinnvolle Einsatzszenarien für E-Busse außerhalb des urbanen ÖPNV.

Bis Ende des Jahrzehnts will Daimler Buses nach eigenen Angaben batterieelektrische und später Brennstoffzellen-Reisebusse anbieten, sieht aber weiterhin eine unzureichende Lade- und H2-Infrastruktur für längere Strecken. Ende 2025 hat das Unternehmen angekündigt, auch öffentliche Ladesäulen an touristisch hochfrequentierten Standorten und Verkehrsknotenpunkten aufzubauen – unter anderem in München und Köln.

Die Servicemarke Omniplus bündelt seit 30 Jahren alle Service- und Digitalangebote für Busunternehmen. Das Netzwerk umfasst mehr als 630 Servicestützpunkte in Europa, darunter über 130 spezialisierte E-Bus-Standorte mit zertifizierten Hochvolt-Experten. Mit der Submarke Omniplus Charge bietet Daimler Buses gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Daimler Buses Solutions zudem Leistungen rund um Lade- und H2-Infrastruktur aus einer Hand – von Machbarkeitsanalysen bis zur schlüsselfertigen Umsetzung. Seit dem Start wurden nach Unternehmensangaben bereits mehr als 70 Projekte gewonnen.

Bildunterschriften:
- Die Servicemarke Omniplus feiert ihr 30-jähriges Jubiläum – gleichzeitig baut Daimler Buses sein Service- und Infrastrukturangebot in Europa weiter aus.
- Mit dem „ECoach“ schickt Daimler Buses einen batterieelektrischen Reisebus als Versuchsfahrzeug zur Erprobung neuer Technologien auf Testfahrt.
Fotos: Daimler Truck



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